theater willy praml

[auf naxos]

2010 - schon im 11. jahr wird der ort naxoshalle durch theater zu neuem leben erweckt.
längst sind hallen wie diese zum architektonischen thema geworden: VOIDS! - VOID CORNERS - leere ecken im gesicht - im image - der stadt.
aber VOIDS sind auch sphären metropolen lebens. morbide stadträume mit eigenem charme und potential. hier versuchen künstler und kulturschaffende der verschiedensten sparten aus der stadt die relikte der industriellen revolution als resource einer künftigen architektur zu sehen.

doch wie umgehen mit der authentizität des ortes? zwischen facelifting, hochglanz chic und kulisse? einerseits schreit die innerstädtische lage nach sanierung und möglichst teurer vermarktung, andererseits könnte sie als verfallskunstwerk mit wechselnden implantaten einen improvisationsraum entwickeln: zum laboratorium der POLIS werden. spiegel des ungefilterten städtischen lebens.

implantieren - das war ein thema der theaterarbeit, der kulturarbeit, der stadt(-teil)arbeit in den letzten jahren, an diesem ort. industriearchäologie, erzählte geschichte, räume erforschen, ecken ausleuchten, skaten in den landschaften industrieller umgebung ,theatrale führungen durch raum und zeit - das führte zu neuen ansichten über und auf das theater:

die synergien nutzen, die sich ergeben, wenn leute aus den unterschiedlichsten kulturen, milieus und generationen einer stadt an diesem ort zusammenkommen.

aus diesen vielfältigen bemühungen soll ein neuer - ein experimenteller - ort für kunst, kultur und politik als keim einer großstädtischen POLIS erwachsen.

   





theater willy praml